Gemeinschaft mit der Welt

Der Weg, den wir gehen müssen, um zur Gemeinschaft mit der Welt zu kommen, führt nicht nach außen, sondern nach innen. Es muss uns endlich wieder einfallen, dass wir ja nicht bloß Stücke der Welt wahrnehmen, sondern dass wir selbst ein Stück Welt sind. Wer die Blume ganz erfassen könnte, hätte die Welt erfasst. Nun denn: kehren wir ganz in uns selbst zurück, dann haben wir das Weltall leibhaftig gefunden.

Gustav Landauer in „Skepsis und Mystik

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Editorial I

„Meister Eckhart ist zu gut für historische Würdigung; er muss als Lebendiger auferstehen.“ Das schreibt Gustav Landauer, als er 1903 eine Ausgabe mit Texten der Mystischen Schriften von Meister Eckhart herausbringt. Und er schreibt auch:

„Eckhart  löst die Welt und den Gott in dem auf, was er manchmal Gottheit nennt, was unaussprechbar und unvorstellbar ist, was aber jedenfalls etwas jenseits von Zeit, Raum und Individualisierung und etwas Seelenhaftes ist. An die Stelle des Dinges setzt er eine psychische Kraft; an Stelle von Ursache und Wirkung ein Fliessen.“ Das ist es wohl, was Eckhart für unsere Zeit so aktuell sein lässt.

Bei Biographien steht oft zu lesen „ca. 1260 – 1327“. Im Jahr 2010 wären es also 750 Jahre, die seit der Geburt Eckharts vergangen sind. Anlass genug, auf dieser Seite an Texte, Gedanken, Fragmente, Predigten und Sprüche zu erinnern. Eine Sammlung, die im Laufe des Jahres 2010 anwachsen wird.

Dazu kommen sollen aber auch Links zu Seiten, die sich auf ganz verschiedene Weise mit Person, Werk und Wirken auseinandersetzen. Für Hinweise jeder Art bin ich dankbar, damit es eine weit reichende und tief-gründige Sammlung wird.

Werner Anahata